Aktuelle Meldungen der DGRM

10.10.2017

Promotionspreis der DGRM


Mit dem Promotionspreis zeichnet die Deutsche Gesellschaft für Rechtsmedizin seit dem Jahr 2004 junge Wissenschaftler aus, die als Mediziner oder Naturwissenschaftler eine herausragende Dissertationsarbeit in der Rechtsmedizin vorgelegt und verteidigt haben. Über die Verleihung des Preises entscheidet das Preiskomitee gemeinsam mit dem Vorstand. Den Mitgliedern des Preiskomitees gebührt unserer  besonderer Dank für ihre verantwortungsvolle Arbeit im Interesse unserer Fachgesellschaft.   
In diesem Jahr entschieden das Preiskomitee und der Vorstand gleich vier junge Wissenschaftler für ihre herausragenden Arbeiten während der Eröffnungsveranstaltung unserer ISALM-Tagung auszuzeichnen.

Die Preisträger sind in alphabetischer Reihenfolge

  • Dr. rer. nat. Klaus Bauer aus München für seine Arbeit „Bewertung und Optimierung des Schutzpotentials von Fahrradhelmen durch Realunfallanalyse und Simulation typischer Unfallszenarien“,
  • Dr. rer. nat. Stefan Pittner aus Salzburg für seine Arbeit „Postmortem degradation of skeletal muscle to delimitate the time since death“,
  • Dr. rer. nat. Nadine Schäfer aus Homburg für ihre Arbeit “Pharmacokinetic studies on the synthetic cannabinoids JWH-210, RCS-4, and dealta9-tetrahydrocannabinol in pigs” und
  • Dr. med. Simone Stoll aus München für ihre Arbeit „Cyanidkonzentrationen in Leichenblutproben nach Inhalation von Rauchgasen unterschiedlicher Herkunft“.

Dr. Bauer wurde in Landsberg geboren. Er studierte Fahrzeug- und Flugzeugkonstruktion an der Technischen Universität München und arbeitet seit dem Jahr 2011 in der Arbeitsgruppe für Unfallforschung und Biomechanik des Instituts für Rechtsmedizin in München. Im Jahr 2017 verteidigte er seine o.g. Dissertationsarbeit, mit der er einen Beitrag zur Verkehrssicherheit von Radfahrern leistet. Seine Forschungsergebnisse tragen dazu bei, die Verletzungsschwere von  Radfahrer bei Unfällen zu reduzieren.

Dr. Pittner kommt aus Salzburg und studierte dort an der Paris-Lodron Universität Physiologie und Zellbiologie, später auch Zoologie und Tierbiologie. Das Studium schloss er als Master of Science ab. Zwischen 2013 und 2016 wurde er als Stipendiat des österreichischen Studienförderwerkes Pro Scientia gefördert. Seine o.g. Dissertationsarbeit stellte er im Jahr 2016 fertig. Gegenwärtig arbeitet er als Forschungskoordinator am Institut für Rechtsmedizin und Forensische Neuropsychiatrie der Universität Salzburg.     

Frau Dr. Schäfer studierte Pharmazie an der Universität des Saarlandes und erhielt im Jahr 2009 die Approbation als Apothekerin. Nach einer kurzen Tätigkeit als Apothekerin in Saarbrücken ist sie seit 2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin im toxikologischen Labor des Instituts für Rechtsmedizin in Homburg/Saar. Im Rahmen ihrer Dissertation entwickelte sie ein Tiermodell zur Beschreibung der pharmakokinetischen Eigenschaften von Cannabinoiden, welches auch auf den Menschen übertragen werden kann. Außerdem beschäftigte sie sich mit Möglichkeiten zur Bewertung der menschlichen THC-Exposition.     

Frau Dr. Stoll absolvierte zunächst eine Ausbildung als Arzthelferin. In den Jahren 201 bis 2016 studierte sie dann Medizin n der Ludwig-Maximilian-Universität in München. Im Rahmen ihrer Dissertation untersuchte sie Todesfälle im Zusammenhang mit Brandeinwirkungen und konzentrierte sich dabei auf das Vorkommen und die Konzentration toxisch wirkender Gase wie Zyanwasserstoff und Kohlenmonoxid. Im Rahmen experimenteller Untersuchungen wurden diese Gaskonzentrationen direkt im Brandherd quantitativ bestimmt. Die Untersuchungsergebnisse sind von besonderer Bedeutung um die Möglichkeiten und Chancen für Selbstrettungsversuche aus einem Brandherd beurteilen zu können. Gegenwärtig arbeitet Frau Dr. Stoll als Ärztin im Spital Altstätten in der Schweiz.  

Allen vier Preisträgern darf ich an dieser Stelle nochmals ganz herzlich gratulieren.

Thomas Bajanowski


Leichenschau - überarbeitete Arbeitsergebnisse

Der Vorstand der DGRM hat sich aus aktuellem Grund mit der Problematik der Leichenschau befasst und die Arbeitsergebnisse von 2009 überarbeitet. Diese könne Sie hier nachlesen.

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