16.01.2014

Die DGRM trauert um Prof. Dr. Wolfgang Schwerd


Wolfgang Schwerd studierte Medizin an der Universität Erlangen, wo er im Jahr 1950 nach Anschluss des Staatsexamens auch promovierte. In der Folge war er Assistent unter Prof. Weinig am Institut für Gerichtliche Medizin und Kriminalistik an der Universität Erlangen. Im Jahr 1957 habilitierte er sich für das Fach Gerichtliche Medizin. Von 1961 bis 1963 leitete er kommissarisch das Institut für Gerichtliche Medizin der Universität Würzburg, bevor er dann am 01.09.1963 zum Ordinarius für Gerichtliche Medizin und Vorstand des Instituts bestellt wurde, das er bis zu seiner Emeritierung 1992 leitete.

Wolfgang Schwerdwar ein sehr engagierter, hoch angesehener Vertreter des Fachs. Von 1969 bis 1980 war er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin, von 1981 bis 1989 zweiter Vorsitzender. In die Zeit seiner Präsidentschaft fiel die von ihm initiierte Umbenennung unseres Faches in die heutige Bezeichnung "Rechtsmedizin". Die Verankerung der Rechtsmedizin im universitären Fächerkanon war ihm ein wichtiges Anliegen. Dies spiegelte sich auch in seinem Engagement an der Universität Würzburg wieder, wo er von 1964 bis 1967 Mitglied im Senat und von 1966 bis 1967 Dekan der Medizinischen Fakultät war. 1967 lehnte er einen Ruf auf den Lehrstuhl für Gerichtliche Medizin an der Universität Heidelberg ab. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte waren die Forensische Serologie, die Abstammungsbegutachtung, die Spurenkunde, die Forensische Toxikologie und die Forensische Alkohologie. Er wurde zum Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin,der Italienischen Gesellschaft für Gerichtliche Medizin und der Österreichischen Gesellschaft für Gerichtliche Medizin gewählt. Für seine Verdienste wurde Prof. Schwerdmit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland und mit der Senator-Lothar-Danner-Nadel des Bundes gegen Alkohol im Straßenverkehr geehrt.

 Prof. Dr. M. Bohnert


Leichenschau - überarbeitete Arbeitsergebnisse

Der Vorstand der DGRM hat sich aus aktuellem Grund mit der Problematik der Leichenschau befasst und die Arbeitsergebnisse von 2009 überarbeitet. Diese könne Sie hier nachlesen.

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